Was bedeutet - Swingen?
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Natürlich kann man sich an die heutige Definition des Swingens (gem. Wikipedia) anlehnen und es dabei belassen. |
Wir erkennen in der heutigen Definition des Swingen jedoch eine Verzerrung und Vermischung vieler Bereiche, Vorstellungen und Neigungen. Diese haben aber oftmals nichts mit dem eigentlichen Swingen zu tun. Eindeutig ist, dass Swingen aufgrund seiner ursprünglichen Herleitung und Lebenseinstellung unstrittig Plural bedeutet. Zu keinem Zeitpunkt gab es einen „Einzelswinger“, es sein denn - man spricht von einem (singular) Paar (Plural) als Swinger. Somit entschwindet jede Form der Interpretation und das Argument der „reinen Auslegungssache“. Das Swingen basiert auf dem Kerngedanken die innerhalb einer Partnerschaft eingeimpfte, physikalische Monogamie aufzubrechen, eine auf Vertrauen basierende Trennung zw. Geist und Körper zu schaffen, gemeinschaftlich dem Instinkt und dem natürlichsten der Welt gemeinsam nachzugehen: dem Verlangen, einen anderen Körper zu spüren. |
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Swingen bedeutet nicht einen „besseren“ Liebhaber zu finden, einen neuen Partner zu suchen oder ähnliches. Swingen bedeutet nicht, Unzufriedenheit mit dem eigenen Partner oder das Aufputschen eine Partnerschaft, die einschlief - da an anderer Stelle zwischenmenschlicher Natur höchste Defizite aufkamen. Angesichts unseres vorhandenen Urinstinkts und unserer physikalischen Befähigung wäre es vollkommen sinnfrei, nutzlos und seit Jahrtausenden wider der Natur zu leugnen einen „fremden“ Menschen und seinen Körper nicht anziehend zu finden oder zu begehren. Eine Partnerschaft bedeutet keinesfalls automatisch sämtliche Instinkte zu verlieren oder diese gar ablegen zu können. Unsere werte Gesellschaft, maßgeblich von entsprechender Institution mit höchsten Gebäuden selbst im letzten Dorf geprägt, ist für die „erzwungene Monogamisierung“ verantwortlich. |
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| Wir definieren das Swingen aus unserer Sicht:
Geben steht prinzipiell vor dem Nehmen und niemand ist des anderen Eigentum.
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Das Paar, das sich für das Swingen entschieden hat und diese Lebensweise genießt, lebt bereits in einer glücklichen Beziehung. Ohne intakte Beziehung können die wenigsten Paare ihr Glück im Swingen finden. Sie ist also nicht nur wichtiger Bestandteil, sondern auch als Voraussetzung zu erkennen. Paare, welche in einer harmonischen Beziehung leben, gleich ob Fernbeziehung oder in einem gemeinschaftlichen Haushalt… Paare, welche ihre Sexualität gemeinsam leben, einen ehrlichen und offenen Umgang miteinander pflegen, keine Heimlichkeiten pflegen und ein gesundes Maß an Eifersucht verspüren... Paare, die dem Tiefgang und den zwischenmenschlichen Aspekten den nötigen Raum zugestehen... Eine gesündere Basis ist kaum vorhanden. Denn Swingen ist ein gemeinsames Ziel - alles andere bedeutet lediglich zwei gelangweilte Menschen, die rein selbstbezogen das eine oder andere Abenteuer innerhalb einer Beziehung suchen. |
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Was heutzutage aus dem Begriff „Swingen“ gemacht wurde, mag für den einen wie eine fällige Modernisierung dieses Lebensstils daher kommen. Doch für diejenigen, die das Swingen noch als das betrachten, was es tatsächlich immer noch ist - mutet die in die Unkenntlichkeit gedehnte Interpretation als unnötige Individualisierungsmaßnahme an. Paare, die nicht swingen aber das Attribut dennoch nutzen möchten, um ihren individuellen Lebensstil zu beschreiben, tun sich damit keinen Gefallen. Denn der ursprüngliche Swinger, der diesen Lebensstil immer noch mit voller Überzeugung lebt, wird jene - die sich diesen Ausdruck inflationär zu eigen machen - immer weniger an seiner Lebenserfahrung teilhaben lassen können. |
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Was der Swinger für sein Leben lernte und seine Einsichten in das menschliche, sexuelle Wesen, verkommt zu einem profanen, sinnentleerten Relikt, sobald Begriffe wie z.B. „monogames Swingen“ auf den Tisch kommen. Wer legt eigentlich fest, wie etwas definiert wird? Sind Regeln nicht dazu da, sie zu brechen oder zumindest zu verändern, anzupassen? Ist Swingen nicht irgendwie „old school“ und ist nicht PT ohne GV (Partnertausch ohne Geschlechtsverkehr) eine wirklich detaillierte Umschreibung für etwas, was ebenso eine Daseinsberechtigung hat? |
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Schokoladenkuchen neu definiert:
Nimmt man sich ein ganzes Stück Schokoladenkuchen oder zerhackt man es gleich lieber,
um dann den Krümelhaufen neu geordnet nicht mehr Schokoladenkuchen, sondern „Kuchenfüralle“ zu nennen?
So kann sich wirklich jeder sein ganz eigenes, individuelles Krümelchen heraus suchen
und es frei nach „was nicht passt, wird passend gemacht“ neu definieren.
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Bahnbrechende Erkenntnis: Wer will einen Kuchen, wo schon alle dran waren, wenn man also einen ganzen Krümel für sich alleine haben kann? Auf der Suche nach dem passenden Krümel mutiert man so sehr zum vermeintlichen Individualisten und vergisst dabei, dass a) auch dieser Krümel mal zum ganzen Kuchen gehörte und b) auch mein Krümel in eine Schublade passt. Doch halt - mein Krümel hat viel mehr Platz in einer Schublade als der gesamte Kuchen es hatte. Viel zu eng waren die Definitionen eines Kuchens, an die sich jeder orientieren konnte. Mein Krümel aber ist so präzise anders definiert, dass sie durchaus als Spezialität gelten kann. |
Individualismus in seiner Reinform.
| Individualität in allen Ehren, dies ist der Gipfel der Stereotype. Der menschliche Körper ist und bleibt ein auf Vermehrung programmierter Organismus der uns zum Sex führt und verleitet - und hierzu gehört immer noch das Runde ins Runde ;-). Betrachten wir auch diejenigen, welche sich als offen bezeichnen, aber von dem Begriff Swingen tunlichst Abstand nehmen wollen. ![]() |
Viele tun dies nicht etwa, weil sie in der Anerkennung der Definition des Swingens konsequent sind. Sondern weil sie sich über das übliche Klischee erheben und nicht zum Kreis der vermeintlich überwiegend „unattraktiven, niveaulosen und allzeit zu allem bereiten Swinger“ gehören wollen. Jeder Mensch ist anders - folglich ist auch jeder Swinger anders. Hätte der Mensch die Möglichkeit, sich über seine Artgenossen zu erheben und dabei gut auszusehen, würde auch dies vermutlich groß in Mode kommen und jener „Entdecker“ würde die Forbes-Liste anführen. Was bleibt also? Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters und auch Swinger zeigen sich dem Betrachter als mal mehr und mal weniger attraktiv. So ist das Leben. Swinger sind nicht von der Gesellschaft abgespaltene Persönlichkeiten, sondern besitzen wie jeder andere im Leben stehende Mensch auch Emotionen, haben Bedürfnisse und Ängste. Die meisten wollen geliebt werden und zurück lieben. Swinger lieben ihren Partner! Ihre Partnerschaft ist kein Spiel - das Swingen aber ist ein ernstes Spiel, bei dem es die Beziehung zu bereichern und erhalten gilt. Wissen wir doch alle, dass es ohne Regeln kein Spiel gäbe. |
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Selbstverständlich gibt es Paare, die das Swingen erst in Angriff nahmen, als ihr eigenes Sexleben begann dahin zu plätschern. Einige sind sogar der Meinung, dies habe ihre Beziehung gerettet. Dies mag sich dem einen oder anderen als verkehrte Logik aufdrängen und es ist gut möglich, dass es in vielen Fällen nicht wirklich der Wahrheit entspricht. Oder dass es sich generell um eine oberflächlich geführte und ausschließlich auf Sex basierende Beziehung handelte. |
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Wir möchten niemanden verurteilen oder ihm gar vorschrieben, wie er seine Beziehung zu führen hat. Fest steht jedoch weiterhin, dass das Swingen kein Garant für ein erfülltes Sexleben oder eine glückliche Beziehung ist! Natürlich entstanden auch weitere Facetten und Neigungen aus dem Ursprung heraus. Ob diese dem Swingen zuzuordnen sind oder nicht - möchten wir nicht beurteilen. Dies sollte jeder für sich entscheiden. |
Hierzu an der folgenden Stelle ein wenig mehr….
Swingervarianten









